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Kreuzfahrt in der Karibik Weihnachten 2001 mit der European Vision:
Über
Weihnachten verreisen war uns klar. Die Frage war nur, wohin. Wie in solchen
Fällen üblich, schleppten wir tonnenweise Reiseprospekte nach
Hause. Im Internet wurden wir schliesslich auf die Karibik-Kreuzfahrt
aufmerksam. Hier stimmte das Preis/Leistungs-Verhältnis. Abflug ab
Frankfurt? Kein Problem für Reiseprofis. Während der Autofahrt
nach Frankfurt meldete der Wetterdienst, dass die Autobahnen rund um Frankfurt
geschlossen seien und hunderte Leute die Nacht im Auto verbringen mussten.
Klugerweise waren wir früh genug unterwegs und schafften die Fahrt
problemlos. Die 10 Stunden Flug 'verflogen' wortwörtlich und schon
standen wir auf dem Flugfeld von Santo Domingo. Schön warm
war's bereits am Morgen, toll! Nach einer kurzen Fahrt zum Hafen dann
der erste überwältigende Blick auf 'unser' Schiff... Wie kleine
Kinder staunten wir über die Dimensionen.
Kaum auf dem Schiff, begann die Entdeckungsreise. Unglaublich, wie gross
ein Schiff sein kann. Ein leises vibrieren und zittern unter den Füssen
orientierte uns darüber, dass das Schiff bald ablegen würde.
Mit über drei Stunden Verspätung erreichten wir Tortola.
Mehr als ein kurzer Spaziergang ins Dorf lag leider nicht drin. Gemäss
Bildern, die wir gesehen haben, muss es aber recht schön sein...
Nach der langen Reise holten wir uns zum Nachtessen nur schnell ein Stück
Pizza und waren froh, ein richtiges Bett unter dem Füdli zu haben.
Nach ein paar Stunden Schlaf erwachten wir beide ruckartig. Nanu, unser
Bett schien doch zu schaukeln? Schnell den Fernseher mit der Bordkamera
einschalten und die Infos anschauen! Wow, 1,5 Meter hohe Wellen, hoffentlich
werden wir nicht seekrank...
Am nächsten Morgen fuhren wir bereits in den Hafen von Antigua
ein, deshalb blieb für ein gemütliches Frühstück nicht
viel Zeit. Es war der 24. Dezember und die Insel war wie ausgestorben.
Ein netter Insulaner nahm uns im Auto mit und fand sogar eine Autovermietung.
Jetzt, da wir wieder ein eigenes Auto und den Füssen hatten, war
uns wieder wohl. An der Pineapple Beach fühlten wir uns wirklich
wie im Paradies. Fürs Mittagessen fanden wir ein hübsches Beach-Restaurant
und freuten uns schon auf's Essen. Wir wunderten uns schon etwas, wieso
ein Buffet aufgebaut wurde?! Etwas später trafen dann unsere Mitreisenden
der European Vision auf, die eine Rundfahrt auf der Insel gebucht hatten
- so trifft man sich wieder.
Für das Abendessen hatte die Bordzeitung Gala-Kleidung vorgeschlagen.
Also putzten wir uns heraus und hofften, dass wir die richtige Wahl getroffen
haben. Unsere Zweifel waren schnell beseitigt, denn es trugen wirklich
alle Gala! Viele Herren hatten sich sogar in den Smoking gestürzt.
Überall wurde Weihnachtsmusik gespielt, das Schiff war sowieso festlich
geschmückt und so war die Stimmung sehr festlich! Barbados hiess
die nächste Insel. Schon am Hafen konnten wir ein kleines Auto mieten
und freuten uns auf die Inselrundfahrt. Hier merkt man schnell, dass die
Engländer hier waren. Alles sieht sehr gediegen und teuer aus. Eine
sehr schöne Insel mit sehr freundlichen Bewohnern!
Welch ein Unterschied dann Grenada! Eine sehr grüne Insel
mit wenig Tourismus. Im ganzen Dorf fand sich keine Autovermietung, deshalb
liessen wir uns per Taxi zu einem Vermieter chauffieren... Trotz Karte
ist es nicht ganz einfach auf Grenada, denn es gibt nicht eine Verkehrstafel
oder Wegweiser. Die einzige Orientierung ist die Lage des Meeres und dann
frisch drauf los fahren. Zum Glück hatten wir einen Jeep, denn die
Fahrt durch den Dschungel war ziemlich abenteuerlich (aber sehr schön!).
Guadeloupe war dann sehr französisch und fast etwas gross
für einen Tag.
St. Maarten schlussendlich ist ein Unikum. Die eine Hälfte
gehört zu den Niederlanden, die andere zu Frankreich. Die Insel ist
klein, aber exklusiv.
Obwohl
die Meinungen über die European Vision sehr unterschiedlich
sind, hat uns das Schiff sehr gut gefallen. Die Mannschaft ist
überwiegend jung und wohl deshalb auch nicht immer perfekt. Aber
alle waren sehr motiviert und freundlich. Als Schweizer sind wir uns an
relativ hohe Preise gewöhnt, deshalb fanden wir die Preise
für die Getränke auf dem Schiff moderat. Der Kabinenservice
war ebenfalls aufmerksam und die Kabine sauber. Nur die Dusche
war etwas klein geraten. Ich musste jeweils den Duschvorhang etwas anheben
während mein Partner duschte, denn sonst hätte er statt seinen
Körper den Vorhang eingeseift. Über die Landausflüge
kann ich mich nicht äussern, da wir immer individuell von Bord gegangen
sind. Die Kreuzfahrt während der Weihnachtszeit hat uns sehr gut
gefallen, da die Stimmung an Bord toll war und es einfach herrlich ist,
zu leiser Weihnachtsmusik im Pool des Schiffes zu baden...
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Fahrten
durch die Karibik auf anderen Schiffen finden Sie hier
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